HTPC Gehäuse
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Origin S21T HTPC High End Case 7. November 2007 von Henning Foorden
Montage
Die Montage gestaltete sich leider etwas komplizierter und länger als zuerst angenommen.
Motherboard samt CPU, RAM und Grafikkarte sollten eigentlich direkt in das Gehäuse geschoben werden können, denn das S21T bietet einen Motherboard-Schlitten. Bei diesem ersten Schritt gab es leider Komplikationen, denn die passive Kühlung unserer MSI 8600GTS führt Heatpipes neben der eigentlichen Platine vorbei. Dieser Zentimeter mehr neben dem PCI-E-Slot ist nicht vorgesehen und so ließ sich der Motherboard-Schlitten nicht in das Gehäuse schieben. Die Grafikkarte mit den Heatpipes war zu groß. Nicht lange warten also, Grafikkarte entfernen, und „normal“ in das Gehäuse einsetzen, ganz so einfach war es aber auch nicht, denn dieser Weg der Montage ist wohl nicht vorgesehen. Es ist also zu wenig Platz zwischen HDD-Aufhängungen und Rückwand des Gehäuses, um die Grafikkarte einzusetzen. Mit halb eingeschobenen Motherboard-Schlitten und viel Drehen und Wenden der Grafikkarte gelang schließlich das Einsetzen der Grafikkarte, allerdings nicht ohne weitere Probleme. Die Grafikkarte schrammte oft hier und da an und nach der kompletten Montage war sie nicht mehr funktionstüchtig – sehr schade, denn dieses Modell war erst drei Wochen in Betrieb.
Dieses Problem tritt nur bei Grafikkarten auf, die überbreit sind, so wie das von uns verwendete Modell.
Ein zweiter unschöner Aspekt, den der Motherboard-Schlitten mit sich brachte war, dass das Motherboard in seiner Mitte höher als an den Seiten war – die Abstandhalter waren nicht gleich groß und es wurden nur zwei weitere mitgeliefert, sodass man diesen Umstand nicht verändern könnte.
Nachdem nun bisher alles montiert war, fiel es uns nicht leicht, alles wieder auseinander zu nehmen. Allerdings war dies nötig, denn mit unserem OCZ Vendetta auf der Intel-Plattform wurde es im Gehäuse viel zu eng und der alte (und relativ laute) Boxed-Kühler musste wieder montiert werden.
Das System wurde also ein weiteres Mal auseinander gebaut und wieder zusammengesetzt, dies Mal aber das Netzteil zuerst. Denn bei der ersten Montage stellte sich heraus, dass die Kabel des Netzteils viel zu schwer zu verlegen waren, da ein großer CPU-Kühler installiert war. Und außerdem musste auch an schwer zugänglichen Stellen ( unter dem nicht abnehmbaren 5,25Zoll-Laufwerksschacht) noch eine Steckverbindung mit Strom versorgt werden musste.
Nachdem nun Netzteil und Motherboard verkabelt sind, geht es an die Laufwerke. Das 5,25-Zoll Laufwerk macht keine Probleme, einschieben und fertig – die Festplatte allerdings ließ sich nicht ohne weiteres installieren. Das System von OrigenAE ist wirklich angenehm. Man schraubt drei Schrauben in die Festplatte, die jeweils einen Gummikopf an ihren Enden haben und die Enden werden in Schienen entlang geführt. Leider zeigt die Montage dieses Systems sich in der Praxis etwas anders als in der Theorie. Das Einschieben in den Käfig ist kein Problem, nur schrammt die Festplatte sehr leicht an der Seite an, an der nur eine Schraube installiert ist. Die Installation einer 2. Schraube würde an dieser Seite nicht helfen, da nur eine kurze Führungsschiene vorhanden ist. Ähnlich verhält es sich, falls die Festplatte wieder demontiert werden soll.
Die Verwendung von SATA-Festplatten scheint zuerst problematisch. Die Stecker sind im Gehäuse so hoch, dass der Deckel auf ihnen liegt und nicht direkt auf dem Rahmen. Die Steckverbindung unserer (SATA-)Festplatte hat ein wenig gehakt, es wurde darauf verzichtet vielleicht beim Schließen des Gehäuses das Interface abzubrechen. Deshalb wurde eine alte 40 GB IDE-Festplatte für alle weiteren Maßnahmen benutzt. Es stellt sich heraus, dass IDE-Festplatten einfacher montierbar sind, solange ihre Anschlüsse in Richtung des Deckels zeigen ( so auch vorgesehen). Die Strom-Kabel werden geknickt, allerdings wird der IDE-Stecker nicht in Mitleidenschaft gezogen. Fraglich ist jedoch ob mehr als 4 Festplatten installiert werden können, denn der Deckel steht durch die vielen Kabel unter Druck und lässt sich vielleicht nicht mehr schließen. Dies sind aber nur Annahmen. Erst nachdem nun alle Tests mit einer 40GB IDE-Festplatte gemacht wurden, fiel auf, dass vorher nicht die mitgelieferten, sondern handelsübliche S-ATA Stecker verwendet wurden. Gesetzt dem Fall, man setzt die mitgelieferten Kabel gleich ein, sollte auch die Montage von S-ATA Platten möglich sein, diese sind nicht so tief, sondern knicken früher ab, ähnlich wie bei IDE-Anschlüssen.
Sollten alle nötigen Verbindungen geschlossen sein, kann man nun den Motherboard-Schlitten ganz herein schieben und fixieren. Dies war bei unserem Testaufbau nicht möglich, denn unser IDE-Port auf der Hauptplatine sitzt seitlich (MSI P35) und stößt gegen einen der 92mm-Lüfter. Schade, dass es sich nicht schließen ließ, aber kein Fehler des Herstellers, denn ein seitlicher IDE-Port ist wohl nicht in den ATX-Spezifikationen vorgesehen.
Nun Deckel mit Vorsicht schließen und fertig.



Artikelübersicht:
1. Vorwort 2. Lieferumfang 3. Technische Daten 4. Äußeres Erscheinungsbild 5. Inneres Erscheinungsbild 6. Montage 7. Testsystem / Messwerte 8. Fazit
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