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Thermotek PhasePlane (biegbare Heatpipes) Review vom 07.10.2004

Vorwort: Ich muss gestehen dass ich schon seit Monaten keine Zeit mehr zum gemütlichem surfen im Netz finde. Dadurch entgeht mir auch vieles an aktuellen Neuigkeiten. Um so mehr war ich überrascht das ich in unserem Forum über flexible biegbare und dehnbare Heatpipes gelesen habe. Danke an alle aktiven Foren Mitglieder und hier ganz besonders an Snowtiger. Zuerst dachte ich an einen Scherz denn wir alle kennen die massiven Probleme mit Leistungsverlusten und völlig zerstörten Pipes bei gescheiterten Selbstversuchen, denn Heatpipes konnten bisher nur mit Tool Werkzeugen in der Fertigung gebogen werden. 
Thermotek: Nachdem ich mir die technischen Daten des Herstellers auf der Homepage von Thermotek etwas genauer angesehen war ich begeistert. Jedoch war ich noch leicht skeptisch da ich schon mal auf biegbare Heatpipes gestossen war und nach Anfragen einen Katalog über Voraussetzungen zum biegen bekam der kaum erfüllbar war wegen 320 Grad Biegetemperatur und genauen Radien und so weiter. Nicht so bei Thermotek keinerlei Einschränkungen zu finden selbst der Biegeradius geht bis auf 12 mm herunter. Also nahm ich Kontakt auf und stellte verschiedene technische Fragen und bat gleichzeitig um Testmuster. Wenige Stunden später waren alle meine Fragen beantwortet und man bestätigte mir sogar das man mir ein Testmuster liefern will. Ein fast unglaublich schneller und guter Service. Aus eigener Erfahrung mit Europäischen Firmen wie Alutronik oder DAU kann ich ein Lied über deren Schnelligkeit im Service singen, da haben manche Anfragen Monate gedauert und selbst Muster mussten teuer bezahlt werden. Nicht so bei Thermotek schon am nächsten Tag bekam ich die UPS Express Versandbestätigung und nur ca. 30 Std. später hielt ich die Testmuster schon in den Händen. Ich glaube daran sollten sich einige Wettbewerber mal ein Beispiel nehmen. 
PhasePlane: Kommen wir nun zu dem Produkt selbst. Die Heatpipes werden in in mehreren Standardgrössen gefertigt. Hierzu zählen Grössen wie 4 mm x 21 mm x 195 mm oder 3 mm x 31 mm x 310 mm; jedoch können auch fast alle anderen Grössen bis hin zu unglaublichen 2,4 km länge gefertigt werden. Die technischen Datenblätter sehen sehr Vielversprechend aus und man spricht von nur ca. 8% Leistungsverlust zwischen horizontalem und vertikalem Einbau. Nun aber zum wichtigstem dieser Heatpipes, zum biegen. Ich konnte es nicht lassen und musste sofort eine Heatpipe verbiegen dieses ging erstaunlich leicht. Einfach mit den Daumen ohne jegliches Werkzeug verbiegen und drehen selbst ein zurückbiegen war ohne Knickstellen problemlos möglich. Alle Achtung, einfach Klasse. 
Unglaubliche Möglichkeiten: Durch die flexible Handhabung ergeben sich für uns bisher ungeahnte einmalige Möglichkeiten zum Aufbau von passive gekühlten Rechnersystemen. Eigentlich benötigt man nur eine Halteklammer an der CPU dann die Heatpipe beliebig biegen oder drehen und am Gehäuse oder an einem Kühlkörper befestigen, fertig! Das gilt natürlich auch für Graphikkarten und andere Bauteile. Nur mal so eine Überlegung. Man nehme ein einfaches PC Gehäuse wie z.B. einen Miditower und macht in den Deckel einen kleinen 4 mm x 21 mm Schlitz wo man die PhasePlane durchführt. Nun nimmt man einen preiswerten Strangkühlkörper (Fischer Elektronik, Conrad Elektronik o.ä.) und schraubt diesen auf dem Gehäusedeckel fest. Zwischen Strangkühlkörper und Gehäusedeckel wird hierbei mit dem Anschrauben des Kühlkörpers die PhasePlane fixiert Nun hängt die Heatpipe im Gehäuse und braucht nur noch etwas mit den Fingern gebogen werden und mit einer Halteklammer auf der CPU befestigt werden. Das gleiche kann man natürlich auch mit der Graphikkarte machen. Dank der Flexibilität gibt es keinerlei Einschränkungen welche Mainboards oder Graphikkarten hier verwendet werden können. Das ist selbst bei den teuersten Heatpipe Gehäusen nicht der Fall! Praxis / nächste Schritte: Wie gut oder wie schlecht eine derartige Lösung wie oben beschrieben letztendlich in der Praxis ist kann man allerdings erst nach einigen Praxisversuchen sagen. Wir sind jedoch voller Hoffnung und werden uns sobald wie möglich an einige Versuche wagen und darüber berichten. Ideen, Vorschläge und Meinungen hierzu können unter diesem Beitrag im Forum diskutiert werden. Vielleicht kennt jemand auch aus dem WAKÜ Bereich eventuell eine Halteklammer für einen CPU Kühler den man einzeln beziehen kann. Dann wäre ein Testsystem in wenigen Stunden fertig aufgebaut. Danksagung: Ein dickes Lob und vielen Dank an Thermotek für den unglaublich schnellen und guten Service. Praxistest: 
Vorwort: Vor wenigen Tagen haben wir eine Produktvorschau zu den biegbaren Heatpipes von Thermotek gemacht. Hier soll nun der Part 2 hierzu folgen. 
PhasePlane Praxistauglichkeit: Die PhasePlane Pipes lassen sich sehr gut und einfach mit den Händen verbiegen und drehen und in eigentlich jede beliebige Form bringen. Selbst ein Biegeradius von nur 12 mm ist Möglich. Ich habe die Pipes mehrmals gebogen und wieder zurückgebogen auch das war problemlos möglich. Natürlich hat das auch seine Grenzen Aufgrund der natürlichen Materialermüdung der Aluminium Hülle, aber ein 2 - 4 maliges biegen an der gleichen Stelle war ohne ersichtlichen Materialfehler möglich. Laut den Datenblättern des Herstellers steckt hier eine Menge Potential drin. Da die Pipes aber eine Art Vapor Chamber sind bin ich recht skeptisch. Die bisher am Markt erschienenen CPU Kühler auf dieser Technologie konnten bisher (meiner Meinung nach) absolut nicht überzeugen. Wie auch immer, ich werde versuchen ganz neutral und positive an die Sache heranzugehen und hoffe das wir hier etwas erreichen können. 

Idee : Die Idee hierzu sieht wie folgt aus. Die PhasePlane soll an einem Strangkühlkörper mit einem beliebigen PC Gehäuse verbunden werden. Dieser Kühlkörper sollte Möglichst ausserhalb des PC´s sitzen um die Wärme auch aus dem PC heraus zu führen. Ich habe mal hier das CoolerMaster Phreatorian Gehäuse genommen. Den oberen Ausschnitt für den Serienmässigen Lüfter kann man einfach entfernen und die PhasePlane durch biegen in das Gehäuse führen. Durch verschrauben des Kühlkörpers mit dem Gehäuse entsteht eine Plane Auflagefläche an der die PhasePlane die Wärme abgeben kann. Nun kann man die PhasePlane um das Netzteil herumbiegen und an die CPU führen. Bei der CPU Befestigung habe ich an eine einfache Halteklammer mit Wärmespreitzer gedacht. Hierbei vielen mir die Halteklammern die oft auch bei WAKÜ´s Verwendung finden ein. Ich nahm also Kontakt zu Innovatek auf und hatte schon am nächsten Tag die benötigten Muster. Hier auch ein gleich ein dickes Lob und vielen Dank für die superschnelle und unproblematische Unterstützung. 
Vorgehensweise: Klar ist das die uns momentan zur Verfügung stehenden Muster viel zu kurz für den geplanten Aufbau sind, aber wir wollen erst einmal sehen ob sich das den so ungefähr auch realisieren lässt. Also das biegen und der Strangkühlkörper machten keinerlei Probleme. Auch die Gehäusebefestigung des Strangkühlkörpers ist Kinderleicht und für die Durchführung der PhasePlane in das gehäuseinnere braucht man noch nicht einmal ein loch zu machen. Auch die CPU Halteklammern erwiesen sich als sehr stabil und anwenderfreundlich. Natürlich musste hier der Anpressdruck der durch einen leicht zu handhabenden Hebel realisiert werden. Hierzu haben wir einfach eine Wärmespreitzerplatte und einige Plexiglassteile sowie Unterlegscheiben verwendet um den optimalen Anpressdruck zu erhalten. Das ist natürlich keine Endgültige Lösung aber um die Funktionsweise zu demonstrieren ist das auf jeden Fall erst einmal ausreichend. 

Erste Eindrücke: Auf jeden Fall funktioniert das System erst einmal so wie geplant. Wir konnten einen Athlon64 3700+ im Idle Betrieb so mit 55 Grad betreiben. Das ist natürlich absolut kein ausreichender Wert und unter Last wird man hier recht schnell an kritische Temperaturbereiche herankommen. Eine Menge Arbeit an Anpassungen und Optimierungen sowie der Aufbau eines geeigneten Wärmespreitzers ist hierfür also unbedingt Notwendig. Grob geschätzt (nach den ersten Eindrücken) dürfte der Aufbau eines High End Systems hiermit nur sehr schwer beziehungsweise überhaupt nicht zu realisieren sein. Für einen PC mit nicht so leistungshungrigen CPU´s könnte das aber eventuell eine sehr Preisgünstige und leicht zu Handhabende Alternative sein. Die PhasePlane kostet bei OEM Abnahme weniger als 10 US$ der Strangkühlkörper weniger als 10,- Euro und die CPU Halterung weniger als 20,- Euro. 
Anmerkung (Gavius 5.3.2005): Seit 4.3.2005 sind Phaseplanes offiziell in Deutschland erhältlich: http://silentshop.de/index.html?phaseplanes.htm
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