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Review |
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28.02.2004 |
Thermaltake Xaser V WinGo
Vorwort:
Eigentlich wollten wir uns ja auf die Gehäuse mit optimalen Lüftereinsatz (also 1 oder 2 x 120er Lüfter) konzentrieren. Die neuen Thermaltake Xaser V Gehäuse hatten es uns aber schon lange vor dem Erscheinen angetan. Mit einigen Modifikationen wollen wir hiermit unseren ersten vollwertigen und sogar HDTV tauglichen Home Entertainment, VDR und Musikserver sowie Videoserver PC bauen. Das folgt aber in einem weiterem Teil in der Bastelecke. Hier wollen wir erstmal das Gehäuse und seine Eigenschaften testen.
No-Noise geeignet?
Einige werden sich jetzt fragen warum wir ein Gehäuse welches voll mit Lüftern bestückt ist überhaupt in unseren Testbereich nehmen. Die Praxis hat uns aber gelehrt das gerade solche Gehäuse bei einem völligem Ausbau aller Lüfter eine fasst optimale natürliche Konvektion bieten. Bei dem Betrieb von lüfterlosen Netzteilen staut sich meistens die Hitze im oberem Gehäusebereich; Ist hier aber ein Lüfter vorgesehen und man baut diesen aus, so kann die warme Luft auf natürlichem Wege nach oben entweichen, ohne Hitzestau.
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Spezifikationen, Daten und Fakten |
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Modelbezeichnung |
V 7000+ Gaming Tower |
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Geeignet für Mainboards |
Micro ATX, Standard ATX & Extended ATX (Dual CPU) |
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Interne 3 -1/2 Zoll Einbaumöglichkeiten |
3 Stück |
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Externe 3 -1/2 Zoll Einbaumöglichkeiten |
2 Stück |
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Externe 5 - 1/4 Zoll Einbaumöglichkeiten |
5 Stück |
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Anzahl der möglichen Lüfter |
5 Stück (2x80mm und 3mal 90mm) |
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Material |
Stahl Chasis 1,0 mm Plastik Front |
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Gehäuseabmessungen H x B x T |
490 x 205x 580 mm |
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Top USB, Micro, Firewire, Kophöreranschluss |
ja / ja / ja / ja |
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Datenblatt als PDF File |
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Gewicht |
14,3 kg |
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Weitere Besonderheiten |
WinGo EL Beleuchtung mit 3-wege funktions Inverter (on/off / flash mode/ lighting) 2 grosse Drehknöpfe zur Lüftersteuerung, 3 auswaschbare Luftfilter |
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Herstellerlink |
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Vertrieb |
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Preise (ohne Window Kit / mit Window Kit) |
119,- Euro / 129,- Euro |

Gehäusefront:
Durch eine doppelte Tür, die nach links aufgeklappt wird hat man die Möglichkeit einmal nur die Laufwerke zugänglich zu machen und die zweite Tür durch das Schloss verriegelt zu lassen. Öffnet man nun die dahinterliegende Tür so kommt man direkt an die fünf 5.25 Zoll und zwei 3.5 Zoll Laufwerksschächte, die durch die Klappe natürlich auch vor Staub und Schmutz geschützt werden. Ebenso befindet sich hier ein weiteres Schloss mit dem man die Gehäuseseitentür gegen unbefugten Zugriff schützen kann.
Lieferumfang:
Das WinGo Gehäuse kommt in einem bunten und stabilem Karton, das Gehäuse selbst ist nochmals in einer Plastikfolie eingeschlagen. Bedienungsanleitung sowie zusätzliche Beilagen wie etwa Schrauben und Laufwerksschienen sind im Inneren des Gehäuses. Bereits auf den ersten Blick fällt die auffällig gestaltete Front mit den beiden Drehknöpfen ins Auge. Ebenso fällt die enorme Gehäusetiefe auf.
Die beiden großen Drehregler sind für die bereits integrierte Lüftersteuerung und sind sehr leichtgängig zu bedienen. . Allerdings besteht so auch die Gefahr, sie aus Versehen zu bewegen. Genau in der Mitte der Front prangt ein Thermaltake Schriftzug, der dank WinGo EL Beleuchtung in drei verschiedenen Modi betrieben werden kann - eingeschaltet, ausgeschaltet und im Flash Mode. Rechts daneben befindet sich das Türschloss sowie die beiden LED`s für Power und Festplatten Zugriffe.
Gehäuse Oberseite:
An der Gehäuseoberseite verbergen sich hinter einer Klappe die sonst üblichen Frontanschlüsse, bestehend aus Audio-In, Audio-Out, 2x USB und FireWire. Hinter der Klappe befindet sich unter den Löchern im hinteren Teil dieser Klappe ein
Lüfter, der warme Luft aus dem Inneren des Gehäuses nach außen blasen soll. Für eine natürliche Konvektion ist das ein optimaler Platz im Gehäuse jedoch sind die Belüftungslöcher für einen Gehäuselüfter zu klein und ein normales
Lüftergitter wollte man wahrscheinlich aus optischen gründen hier nicht einsetzen. Da bei einer natürlichen Konvektion aber nur ein sehr geringer Luftstrom entsteht sind diese Löcher auch für einen passiven Betrieb sehr gut geeignet.
Dazu später mehr.
Gehäuse Seitenwand Window:
Die linke Seitenwand gibt es entweder als geschlossene oder als Window Version. Bei der hier gezeigten Window Version ist das Window in einer passenden X - Form gehalten. Dieses passt sehr gut zu dem Design, leider wird aber dadurch die wirklich sichtbare Fläche in das Gehäuseinnere recht klein gehalten. Ebenso wird die sichtbare Fläche durch den Griff zum Öffnen und auch durch die beiden Lüfter und deren blauen Befestigungsrahmen eingeschränkt.
Der obere Lüfter der Seitenwand kann die warme Luft bzw. die kühle Luft von außen durch die neben dem Griff befindlichen Lüftungslöcher befördern, auch hier verhindern die etwas zu klein geratenen Lüftungslöcher eine optimale Belüftung. Der untere Lüfter allerdings bläst bzw. saugt die Luft direkt vor der Scheibe. Zwar ist ein minimaler Luftspalt gegeben und hier kann auch ein wenig Luft zirkulieren, seine volle Leistung kann der 90 mm Lüfter hier erst gar nicht entfalten. Dafür besitzt der untere Lüfter eine blaue LED Beleuchtung und sorgt daher mehr als optisches Element anstatt als Kühler seine Funktion zu erfüllen.
Gehäuse Innenraum:
Nimmt man die Seitenwand mit dem Window ab sind hier noch mal sehr schön die beiden seitlichen 90 mm Lüfter zu sehen, die man herausklappen kann. Die Lüfter drehen mit maximal mit 1800 Umdrehungen pro Minute und sind vom Hersteller mit 21 dB angegeben. Für unsere Low-Noise Freaks ist das OK zumal man ja die Lüfter auch durch die Frontregler zusätzlich herunterregeln kann, jedoch bei 5 laufenden Lüftern kann man wirklich nicht mehr von Low-Noise reden. Ein Kabelsalat ist aufgrund der vielen Kabel die sich für die 5 Lüfter sowie für die zwei Reglern und die Frontbeleuchtung und LED Steuerung sowie auch der Zusatzanschlüsse von Audio-In, Audio-Out, 2x USB und FireWire schon fasst vorprogrammiert. Hier sollte man sich gewissenhaft mit Kabelbindern Ordnung verschaffen.
Wie schon erwähnt lässt sich der blaue Rahmen für die zwei seitlich Lüfter auch nach außen wegklappen, um so besser an die einzelnen Komponenten heran zu kommen. Damit wird dann auch der Blick auf den hinteren 90 mm Lüfter frei, der ebenfalls beleuchtet ist. Das gelbschwarze Kabel führt zu einem Taster am hinteren Teil des Gehäuses. Dieser wird mit dem Schließen des Gehäuses gedrückt. Viele LAN-Party Gänger von dehnen ich schon die unglaublichsten Geschichten von Hardwareschwund gehört habe werden sich über diesen Schalter freuen. Ganz einfach einen 12 Volt Alarmtongeber anbringen (gibt’s bei Conrad u.a. mit an die Schmerzgrenze gehender Lautstärke) und sobald ein unbefugtes öffnen des Gehäuses erfolgt weis man auch noch im Abstand von 200m genau Bescheid was da los ist. Kleine 12 Volt Pufferbatterie hierfür natürlich empfohlen. Der Ein und Ausschalter für den Alarmgeber kann man natürlich optimal hinter der 2ten abschließbaren Tür anbringen.
Auf den ersten Blick lässt sich aber schon sagen, dass das Xaser V genügend Platz bietet, um im Gehäuse zu arbeiten. Die Gehäusetiefe ist überdurchschnittlich hoch. Ein Mainboardschlitten ist aber leider nicht vorhanden. Positiv ist die schraubenlose Befestigung der Steckkarten.
Funktionalität:
Design und Funktionalität ließen sich hier nur bedingt kombinieren und sind natürlich auch Geschmacksache. Bei einem Design Gehäuse welches man ja auf den Schreibtisch stellen will und nicht darunter verstecken will, würden die
Zusatzanschlüsse an der Front besser platziert sein als im Gehäusedeckel.
Die fünf mitgelieferten 80 und 90 mm Lüfter können Aufgrund der Integration in das Design leider ihre Leistung nicht entfalten. Nur der Lüfter an der
Rückwand kann uneingeschränkt arbeiten. Bei unserem Testbetrieb zeigte sich das der Rechner auch mit nur dem Lüfter in der Rückwand ausreichend gekühlt wird.
Hier ist der Link zum Testrechner.
Kartenverriegeluung:
Gut gedacht, das man die Karten ohne Werkzeug einsetzen und fixieren kann. nur leider funktioniert das nicht bei allen Karten. Keine der von uns verwendeten Graphikarten (ATI 9800 Pro, MSI 5900) passte in diese Verriegelung. Details siehe Photo.
Low - Noise Eigenschaften:
Bei einem Betrieb der fünf Lüfter kann man nicht mehr von Low-Noise sprechen., auch wenn diese Lüfter durch die Frontregler regelbar sind. Jedoch verbergen sich hier ungeahnte Möglichkeiten. Die Luft- Ein und Auslässe behindern die Lufterzirkulation beim Lüfterbetrieb, diese sind aber ausreichend Groß genug für eine natürliche Konvektion.
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Pro |
Contra |
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Stabiles Gehäuse |
Kein Mainboardschlitten |
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Viel Platz |
Belüftung nicht effektiv |
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Design |
Kartenverriegelung mangelhaft |
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Lüftersteuerung |
Preis |
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LED Beleuchtung |
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Staubfilter an Lüftereingängen |
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Fazit
Verarbeitung und Ausstattung sind befriedigend. Viele kleine Raffinessen machen das Gehäuse für einige Anwenderkreise sehr interessant. Die Thermaltake WinGo Serie konnte die Kombination aus Funktionalität und Design nicht wie
gewünscht umsetzen. Die Belüftung des Gehäuses ist leider nicht effektiv und der Preis erscheint uns als zu hoch für die gebotene Leistung. Insgesamt überwiegen aber die positiven Eigenschaften und das Gehäuse wird bestimmt viele Freunde
finden.
Update (07.03.2004)
So nachdem wir etwas intensiver mit dem Gehäuse gebastelt haben sind uns noch 2 Dinge aufgefallen.
Positiv ist: Der Inverter für die Frontfolie arbeitet unhörbar. An der Folie selbst kann man nur ein pfeifen wahrnehmen wenn man das Ohr daran legt. Das ist der erste Inverter den ich kennengelernt habe der nicht nervig stört.
Negativ ist: Bei der untersten Laufwerksabdeckung sind die Befestigungsstege an den Seiten und unten. Somit ist ein einfaches heraushebeln wie sonst üblich nicht Möglich. Hier Bedarf es schon brachialer Gewalt wenn man ein Laufwerk einbauen will.
An dem Fazit ändert sich dadurch nichts. Wie schon gesagt Verarbeitung und Ausstattung sind befriedigend und Funktionalität und Design konnte nicht wie gewünscht umgesetzt werden.









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