Review  

18.10.2004

CoolerMaster RS-450-ACLY

 Eckdaten CoolerMaster RS-450-ACLY

Modelname

Real Power RS-450-ACLY

Bauform

Standard Formfactor

Leistung (Herstellerangabe)

450 Watt Peak

+ 3,3 Volt

20 Ampere

+ 5 Volt

25 Ampere

+ 12 Volt

12 Ampere

Dimensionen (LxBxH)

150 mm x 140 mm x 86 mm

Aktive Leistungsfaktorkorrektur PFC

ja

Überstromschutz

ja

Überspannungsschutz

ja

Überlastschutz

ja

Kurzschlusssicherung

ja

Widerange 115 bis 230 Volt

ja / Automatik ohne Umschalter

Kabel und Stecker

2 Kabel mit je 2 x 4-Pin (Laufwerke) und 1x 3-Pin (Floppy) 1 Kabel mit 3x 4-Pin 1 Kabel mit 2x S-ATA ATX 2.0 Anschluss und Umstecker für bisherigen Anschluss sowie 12V Zusatz-Anschluss 1 Anschluss für das Analogmeter

Gewicht

2,5 kg

Zulassungen

TÜV, UL, CUL, CSA, CE, FCC

Preis

ca. 99,- €

Vertrieb

www.coolermaster.de

Bezugsquelle

Fachhandel

Spannungsstabilität:

Alle Spannungswerte lagen bei allen Tests im grünem Bereich und es gab keinen einzigen Ausrutscher. Im 3 DMark Lasttest zeigten sich kleinste Spannungsschwankungen im 3,3 Volt Bereich durch die massive Belastung am AGP Slot. Das ist aber im normalem Bereich und wir hatten das bisher auch bei fast allen anderen Netzteilen. Lediglich das Silentmaxx hat eine bessere Spannungsstabilität das ist aber auch ein passives Netzteil was auch um einiges teurer ist und hiermit eigentlich nicht direkt Vergleichbar ist.

Pro

Contra

Verarbeitung

Analogmeter nur für optische Zwecke geeignet

Lieferumfang

 

Enorme Leistung

 

Standard ATX Formfaktor

 

Optik

 

Leiser Silent 120 mm Lüfter

 

Preis / Leistungsverhältnis

 


Fazit

Das CoolerMaster Super Silent hat unsere Erwartungen erfüllt. Der Lieferumfang ist gut und beinhaltet neben 20 auf 24 pol Adapter auch das Analoge Wattmeter. Die speziellen Molex-Stecker sind für den Vielschrauber sehr angenehm. Das CoolerMaster RS-450-ACLY führt die Wärme aus dem PC sehr effektiv ab und wird dabei selbst unter Last gerade einmal lauwarm. Für nur 99,90 Euro ist das Preis / Leistungsverhältnis gut.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorwort:

Das Thema Low-Noise bekommt täglich eine grössere Fangemeinde. Wir haben uns bisher meistens auf das maximal Machbare beschränkt und uns auf völlig lüfterlose und lautlose PC´s konzentriert.  Das man auch einen High End Rechner völlig Lüfterlos Betreiben kann haben wir ja nun schon unzählige male in allen Versionen aufgezeigt. Jedoch sind solche Systeme mit Heatpipegehäusen und anderen tollen Sachen  meist sehr teuer und für viele nicht so leicht finanzierbar. Da die Lüfter mit zu den lautesten Krachmachern im PC zählen sollte man einen leisen PC mit maximal einem leisen Lüfter Aufbauen. Deshalb hier das CoolerMaster Super Silent im Test. Anschliessend werden wir einen preiswerten  Referenz Rechner der Mittelklasse so aufbauen, wobei der Netzteillüfter der einzige Lüfter im System ist und das System ausreichend und gut kühlt. Das System soll möglichst einfach und Preiswert von Jedem nachgebaut werden können. Ob das CoolerMaster Super Silent hierfür geeignet ist wird dieser Test zeigen.

Lieferumfang:

Das CoolerMaster Super Silent kommt in einem stabilem Karton mit Tragegriff daher. Zum Inhalt gehören:

  • Netzteil
  • Netzkabel
  • Schrauben
  • Handbuch in Englisch
  • Analogmeter
  • Gehäuselüfter
  • 20 nach 24 pol ATX Adapter

Aufbau und Verarbeitung:

Das Super Silent ist mit einem 120mm blauem LED-Lüfter ausgestattet, ausserdem ist eine analoge Wattanzeige welche in einen 3,5 Zoll Einschub passt vorhanden. Das Netzteil ist bereits ATX 12V 2.0-kompatibel (breiterer Mainboardstecker mit zusätzlichen Leitungen für 12V/5V/3,3V/Masse; 2 S-ATA-Stromanschlüsse). Ein Adapter auf die jetzt noch verbreiteten Mainboard ATX 1.2 Stecker liegt bei.

"True Power" bedeutet laut CoolerMaster, dass das Netzteil 450 Watt Leistung dauerhaft abgeben kann. True Power, Real Power, Peak Power, Combined Power, ST Power, Short Time Power, Max Power usw. sind die Bezeichnungen der Hersteller die den Anwender verwirren. Schade das es hier keine Eindeutige und feste Norm zur Leistungsangabe gibt.

Tatsache ist das selbst der leistungsstärkste voll ausgebaute High End PC mit mehreren optischen Laufwerken und 8 Festplatten und mit allen belegten PCI Slots und allen erdenkbaren Erweiterungen definitive weniger als 300 Watt tatsächliche Leistung benötigt.

Vier Schrauben zur Befestigung sowie ein mehrsprachiges Handbuch runden den Lieferumfang ab. Das Netzteil ist in schickem Schwarz gehalten und gut verarbeitet. Die Rückwand des Netzteils besteht aus Lochblech mit Wabenstruktur, wie schon von anderen Netzteilen mit nur einem Lüfter bekannt. Der 12cm-Lüfter auf der Unterseite ist halbdurchsichtig, und die blaue Beleuchtung wird besonders Case-Modder freuen.

Installation und Inbetriebnahme:

Wie zu erwarten gab es keinerlei Einbauprobleme da hier kein Aussenkühlkörper vorhanden ist und da die Standard Formfaktor Dimensionen eingehalten werden. Ebenso passt das Display Problemlos in einen 3,5” Schacht jedoch machen hier manche Gehäuse mit Laufwerksverriegelungen oder Laufwerksschienen ein festschrauben des Analogen Displays unmöglich.

Display:

Das Display ist hier mehr für die Moddergemeinde der optikhalber gedacht. Ein genaues ablesen des tatsächlichen Leistungsbedarfs ist hier leider nicht möglich. Wer auf diese Daten viel Wert legt sollte unbedingt das Thermaltake TWV 480 in Betracht ziehen, das absolute Highlight dieses Netzteils ist hier die genaue digitale Leistungsanzeige TWV (Total Watt Viewer).

Erste Eindrücke / Praxisverhalten:

Entgegen unseren Erwartungen, blieb der Geräuschpegel nach dem Einschalten in einer recht leisen Geräuschkulisse. Schliesslich sind wir ja seit einigen Jahren nur noch  Lüfterlose Netzteile gewohnt, hier hat sich aber einiges getan und der grosse 120 mm Lüfter trägt hier seinen guten Teil mit dazu. Das CoolerMaster zeigte nur geringste Spannungsschwanken im 3,3 Volt Bereich bei extremer Wechselbelastung des AGP Slot´s bei Verwendung einer High End Graphikkarte, diese liegen aber zu 100% im normalem Toleranzbereich. Bei einer einfachen Graphikkarte traten diese geringfügigen Schwankungen nicht mehr auf. Für Leute die also in erster Linie Bild-, Video-, und Textverarbeitung machen wollen ist das eine sehr gute und leise Lösung.

Testkonfiguration zum CoolerMaster

Mainboard

ASUS P4G8X

Betriebssystem

Windows 2000

Gehäuse

Mercury Air design (keine Gehäuselüfter angeschlossen)

CPU

Pentium 4 @ 2,66 GHz

CPU Kühler

NCU 1000

Speicher

Corsair Dual DDR400 , 2 x 512 MB

Graphikkarte

ATI Radeon 7000 (sowie teilweise 9800 Pro)

Festplatte

Samsung SV1203N

CD / DVD

Thosiba 1802

LAN / Sound

Onboard

IB 500

Netzteil Spannungs- und Temperaturkontrolle

Praxistest:

Wir haben uns viel Gedanken um eine optimale Systemkonfiguration gemacht. Hierbei sorgt dann das CoolerMaster Netzteil nicht nur für die Netzteil Belüftung sondern übernimmt auch gleichzeitig die CPU Kühlung und die gesamte Gehäusebelüftung. Wir haben einen alten NCU 1000 zur CPU Kühlung genommen, ein neuer NCU 2000 passt hier natürlich auch und bringt auch nochmals bessere Werte. Optimal ist hierbei, dass der 120 mm Lüfter direkt oberhalb der CPU sitzt und somit den NCU 1000 indirekt belüftet indem hier ein kleiner aber vollkommen ausreichender Luftstrom entsteht. Die CPU wird hierbei selbst bei Lasttests nur Handwarm. Einen kompletten Systemtest werden wir hierzu dann demnächst als Referenz Low Noise Einsteiger oder Mittelklasse System bearbeiten und publizieren.

Temperaturverhalten:

Gemessen und getestet wurde bei einer Raumtemperatur von 22 Grad. Im Idle Betrieb lagen die Temperaturen bei nur 27°/ Netzteilabluft, sowie 26° Netzteilgehäuse  und nur 24,2 Grad am CPU Kühler. Wir liessen dann den den 3DMark im Loop-Demo laufen und mussten feststellen, dass die Temperaturen schon nach weiteren 20 Minuten konstant blieben. Die Temperaturzunahme war verhältnismässig nur minimal und ging  auf maximal 31°/ Netzteilabluft, sowie 29° Netzteilgehäuse und nur 26,5 Grad am NCU CPU Kühler. Das sind sehr gute Werte die man mit einem passiven (lüfterlosen) Netzteil nicht erreichen kann. Der grosse Vorteil liegt hier in dem Temperaturverhalten des gesamten Systems welches hier eindeutig viel besser als bei einem lüfterlosem Rechner ist und alle Komponenten bleiben in einem sicherem stabilem Temperaturbereich.

 

 

 

 

 

 

Noise Verhalten:

Ehrlich gesagt fehlt es uns hier an ausreichender Erfahrung und an Vergleichsmöglichkeiten da wir uns ja normalerweise nur mit lüfterlosen Netzteilen beschäftigen. Ein Vergleich mit einem lüfterlosen Netzteil ist hier aber wirklich nicht angebracht. Das Netzteil startet in kaltem Zustand recht leise, dreht den Lüfter aber unter Vollast hoch. Das Geräusch ist auch bei höchster Drehzahl nicht störend und in für uns noch akzeptablen Bereichen. Auf jeden Fall kann man das aufgebaute Testsystem nicht als Lautlos aber noch als Silent bezeichnen.

Danksagung / Award:

Unser Dank geht an das Team von www.CoolerMaster.de für die unproblematische und schnelle Bereitstellung des Testmusters.

Das Coolermaster Super Silent war das Produkt das die Diskussion um ein neues Awardsystem bei teschke.de losgetreten hat. Daher ist es nur konsequent wenn es auch als erstes getestetes Gerät nach diesem bewertet wird.
Den kompletten Background des neuen Awardsystem findet ihr hier. Natürlich können wir nicht Rückwirkend für alle bestehenden 300 Reviews nachträglich auf den neuen Award abändern, jedoch sollte das Netzteil welches die Diskussion hierzu ausgelöst hat zumindest den wirklich verdienten Award bekommen.

Unseren neuen Award in verdient sich dieses Netzteil Aufgrund seiner hervorragenden und überdurchschnittlich guten Verarbeitungsqualität, genau so wie durch ein überdurchschnittlich gutes Preis / Leistungsverhältnis.

Coolermaster

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