Review  

18.08.2004

Thermalrock PPV 450 Watt

 Eckdaten (Vergleich Thermaltake)
Thermalrock PPV 450 Watt

Modelname

TWV 480

PPV 450

Bauform

Standard Formfactor

Standard Formfactor

Leistung (Herstellerangabe)

480 Watt Peak

450 Watt

+ 3,3 Volt

30 Ampere

28 Ampere

+ 5 Volt

40 Ampere

40 Ampere

+ 12 Volt

18 Ampere

18 Ampere

Dimensionen (LxBxH)

150 mm x 140 mm x 86 mm

150 mm x 140 mm x 86 mm

Aktive Leistungsfaktorkorrektur PFC

ja

nein

Überstromschutz

ja

ja

Überspannungsschutz

ja

ja

Überlastschutz

ja

ja

Kurzschlusssicherung

ja

ja

Widerange 115 bis 230 Volt

ja / Automatik ohne Umschalter

a / Automatik mit Umschalter

Kabellängen

Das Hauptkabel ist 55 cm lang

Das Hauptkabel ist 55 cm lang

Stecker

9 x 4-Pol Anschlüsse, 2 x Floppy-Anschlüsse, 1 x P IV Stecker, 2 x S-ATA Anschluss

9 x 4-Pol Anschlüsse, 2 x Floppy-Anschlüsse, 1 x P IV Stecker, 2 x S-ATA Anschluss, 1 x PCI Express, + mehrere Adapter

Gewicht

2,7 kg

2,7 kg

Zulassungen

TÜV, UL, CUL, CSA, CE, FCC

TÜV, CUL, US; FCC

Preis

99,95 €

89,90 €

Vertrieb

Fachhandel

Fachhandel

Bezugsquelle

http://www.frozen-silicon.de

http://www.frozen-silicon.de

Testkonfiguration zum Thermalrock 450 W

Mainboard

MSI 865PE Neo2 Platinum

Betriebssystem

Windows 2000

Gehäuse

ST-11 (Boden Gehäuselüfter angeschlossen)

CPU

Pentium 4 @ 3,2 GHz

CPU Kühler

NCU 2000

Speicher

Corsair DDR400 , 1 x 512 MB

Graphikkarte

MSI FX 5900 passive mit Aerocool VM-101

Festplatte

Seagate 120 GB

CD / DVD

Thosiba 1802

LAN / Sound

Onboard

Leistungsanzeige

PPV Display

IB 500

Netzteil Spannungs- und Temperaturkontrolle

Pro

Contra

Verarbeitung

Kein aktives PFC

Lieferumfang

 

Enorme Leistung

 

Display PPV (PC Power View)

 

Standard ATX Formfaktor

 

Regelbare Lüftersteuerung

 

Benutzerfreundlichkeit

 

Relativ leises Betriebsgeräusch

 

Preis / Leistungsverhältnis

 

Danksagung / Award / Schlusswort:

Unser dank geht an das Team von http://www.frozen-silicon.de für die unproblematische und schnelle Bereitstellung des Testmusters. Den Best of ... Award in Gold verdient sich dieses Produkt Aufgrund seiner hervorragenden und weit überdurchschnittlichen Ausstattung und insbesondere für die technische Innovation der Leistungsanzeige. Ebenso durch eine erstklassige Spannungsstabilität und ein (für ein Lüfter Netzteil) wirklich noch angenehm leises und regelbares Betriebsgeräusch sowie ein Preis / Leistungsverhältnis welches der Konkurrenz bei weitem Überlegen ist. Einfach Klasse.


Fazit

Das Thermalrock PPV 450  ist ein absolutes und unverzichtbares Muss für jeden Bastler, Tester, Schrauber und PC Freak der über sein System genau informiert sein will. Das Thermalrock übertrifft seinen Konkurrenten Thermaltake TWV 480 Watt in fast allen Punkten, wie Spannungsstabilität, Aufbau, Verarbeitung, Noise Level und Ausstattung. Der Lieferumfang ist Überdurchschnittlich und beinhaltet selbst 20 auf 24 pol Adapter sowie weitere Adapter für PCI-Express und auch einen extra Gehäuselüfter und letztendlich auch das Display. Für nur 89,90 Euro ist das Thermalrock PPV sogar noch Preisgünstiger als sein Konkurrent und das Preis / Leistungsverhältnis ist absolute Spitzenklasse.
 

Vorwort:

Das Thermalrock PPV 450 Watt ist dem Thermaltake TWV 480 Watt auf den ersten Blick sehr ähnlich. Besonders das fast gleiche Display mit der Lüftersteuerung fällt auf. Aber schaut man etwas genauer hin so Unterscheiden sich die beiden Netzteile gewaltig. Ein grosser Lüfter anstatt zwei kleiner Raudaubrüder, andere Leistungswerte, andere Platine und ein anderer Aufbau machen sich sofort bemerkbar. Das Thermaltake hatte ja schon sogar einen Silber Award von uns bekommen, ob es bei dem Thermalrock auch dazu reicht oder ob dieses sogar noch besser ist werden wir sehen.

Lieferumfang:

Das Thermalrock PPV 450 kommt in einem stabilem Karton mit Tragegriff daher. Zum Inhalt gehören:

  • Netzteil
  • Netzkabel
  • Schrauben
  • 16 Seiten Handbuch in Englisch
  • Display mit Lüftersteuerung
  • Gehäuselüfter
  • 24 nach 20 pol ATX + ATX-E Adapter
  • Molex nach 6 pol Adapter

Aufbau und Verarbeitung:

Der erste Blick in das Innere zeigt eine ordentliche und aufgeräumte Platine. Die Verarbeitung ist durchweg sauber. Ansonsten geht es nicht so eng wie bei passiven Netzteilen und der 120 mm Lüfter hat genügend Platz die Komponenten ausreichend und gut zu Kühlen.

Besonders auffällig sind die langen und übersichtlich farblich gekennzeichneten Kabel die auch alle mit einem Gewebemantel umgeben sind.

Das es sich hierbei um ein stark modifiziertes Thermaltake Netzteil handelt kann man an dem Aufkleber des Innen Lüfters erkennen.

 

Installation und Inbetriebnahme:

Wie zu erwarten gab es keinerlei Einbauprobleme da hier kein Aussenkühlkörper vorhanden ist und da die Standard Formfaktor Dimensionen eingehalten werden. Ebenso passt das Display Problemlos in einen 5,25” Schacht und die Stecker für die Anzeige und für die Lüftersteuerung sind Verwechslungssicher und ausreichend lang für jeden BigTower.

Erste Eindrücke / Praxisverhalten:

Entgegen unseren Erwartungen blieb der Geräuschpegel nach dem Einschalten extrem leise und selbst bei voll aufgedrehten Lüftern war das Netzteil leiser als das TWV auf der niedrigsten Lüfter Einstellung! Während das Thermaltake TWV geringste Spannungsschwanken im 3,3 Volt Bereich zeigte, blieb das PPV in allen Bereichen und unter allen Bedingungen absolut stabil.  Die Lüftersteuerung arbeitet präzise und leichtgängig und die grossen Aluminium Regler sehen nicht nur gut aus sondern sind auch sehr angenehm griffig.

Display:

Das Display ist das absolute Highlight dieses Netzteils und hier haben die beiden Netzteile auch ihre Namen TWV (Total Watt Viewer) und PPV (PC Power View) herbekommen. Damit ist es Möglich eine genaue Auskunft über die Leistungswerte der Komponenten oder eines Systems in den verschiedensten Lasttests zu bekommen. Da hier oft sehr kurzzeitige leistungsspitzen auftreten ist gibt ein ermittelter Durchschnittswert kaum eine vernünftige Aussage über die tatsächlichen Spitzenbelastungen eines Rechners.

Bisher ist so etwas daran gescheitert dass ein Messaufbau hierzu einen enormen Einsatz an Messgeräten erfordert die in jede einzelne Leistung dazwischen geschaltet werden müssten (auftrennen jeder einzelnen Leitung zur Ampere Messung erforderlich) und gleichzeitig alle Spannungen dazu kontrolliert werden müssten. Kurzzeitige Lastsprünge würden sich hierbei nur Ausrechnen lassen wenn man alle Werte synchron Aufzeichnet und anschliessend berechnet. So sehr solche Angaben auch Wünschenswert sind bisher hat noch niemand einen solch enormen Messplatzaufwand betrieben.

Ich habe ja schon mehrere High End Rechner stabil mit einem 250 Watt Netzteil betrieben und ich kann mir immer noch nicht Vorstellen das ein Rechner ein 450 Watt Netzteil benötigt, aber genau das wird ja von verschiedenen Graphikkarten Herstellern sogar empfohlen.

Leistungsbedarf des Testsystems:

Stromverbrauch im Standby Betrieb: 10 Watt
Idle Betrieb: 55 Watt
Idle Betrieb Dateien Kopieren : 78 Watt
PC Mark 04 : Durchschnittlich 105 Watt Peak Spitzenwert 124 Watt
3 DMark 2001: Durchschnittlich 124 Watt Peak Spitzenwert 145 Watt
3 DMark 03: Durchschnittlich 121 Watt Peak Spitzenwert 143 Watt

Schlussfolgerungen:

Erfreulicher Weise hat auch dieser Test wieder einmal unseren ständigen Behauptungen zum Leistungswahnsinn eindeutig belegt und sogar noch unsere Behauptungen weit übertroffen. Wie auch in vielen Tests gezeigt ist ein 250 W (Qualitätsnetzteil) alle male für einen High End Rechner völlig ausreichend. Auch die Hersteller einer GeForce 6800 Ultra Extrem die Angeblich alleine bis zu 100 Watt verbraucht liegen mit Ihrer Empfehlung eines mindestens 450 Watt Netzteils weit weg von der Praxis entfernt.

Denn selbst wenn wir diese 100 Watt noch dazurechnen würden, blieben wir weit unterhalb von 300 Watt. Zudem müssten wir dann noch den Leistungsbedarf der FX 5900 wieder von dem Wert abziehen da man ja unmöglich 2 AGP Karten auf ein Mainboard betreiben kann.

Unser Testrechner war nun wirklich mit der Leistungshungrigsten CPU bestückt (P4 3,2 GHz) selbst ein AMD 3700+ verbraucht weniger; ebenso zählt die FX 5900 auch zu den absoluten Stromfressern. Trotz alle dem war es in keinem einzigem Last- oder Stresstest möglich das Netzteil nur annähernd an die 200 Watt Belastung heranzubringen.

Praxisverhalten / Besonderheiten:

Der Testaufbau war so geplant das hierbei der Netzteillüfter etwas Luftstrom an den passiven CPU und passiven Graphikkarten Kühler bringt. Im Normalbetrieb (Office, Text, Surfen) ist diese Kühlung bei der niedrigster Lüfterdrehzahl (1300 U/min) am Netzteil ausreichend. Bei Last- und Stresstest sowie intensiven 3 D Spielen muss der Lüfter des Netzteils hochgedreht und der Bodenlüfter des ST-11 Gehäuses hinzugeschaltet werden.

Der NCU 2000 kommt bis auf 1-2 mm an die Gehäuse Seitenwand des ST-11 heran. Da hier dicke Dämm Matten sind müssen diese im Bereich des Kühlers entfernt werden.

Ein Punkt den wir bisher nicht so oft  in den Reviews betrachtet haben ist der Wirkungsgrad des Netzteils, da hier aber in Zukunft laut BTX Standard sehr hohe Anforderungen gestellt werden, wollen wir das einmal kurz hier ansprechen. Der vom Hersteller hierbei angegebene Wirkungsgrad liegt bei >65% das ist zwar kein Spitzenwert aber durchaus das momentan übliche Mittelmass. Hier geht also ein grosser Teil an Energie bei der Umwandlung von Wechsel- nach Gleichspannung in Wärme Energie verloren.

 

Temperaturverhalten:

Wie zu erwarten war das Netzteil mit die kühlste Komponente in diesem Testrechner da es aktive Belüftet ist. Die maximal gemessene Temperatur am Netzteil Gehäuse betrug 40 Grad im geschlossenem PC beim 3DMark 2003 Lasttest. Hierbei wurden am Graphik Karten Kühler 42 Grad und am NCU Kühlkörper 56 Grad gemessen. Die maximale CPU Temperatur laut Mainboard Monitor betrug hierbei 74 Grad. Die Raumtemperatur beim allen Tests lag bei 20 Grad.

 

Noise Verhalten / Vergleiche:

Laut Herstellerangabe werden 17 dB bei niedrigster Drehzahl von 1300 U/min erreicht. Hierbei ist das Netzteil auch angenehm leise. Bei höchster Drehzahl ist das Netzteil sehr deutlich wahrzunehmen,  jedoch wesentlich leiser als das vergleichbare Thermaltake. Hierbei hatten wir den subjektiven Eindruck, das dass Thermalrock bei maximaler Drehzahl ungefähr den Geräusch Pegel des Thermaltake bei niedrigster Drehzahl hat. Das von uns getestete Chill Innovation Netzteil ist wesentlich leiser aber zeigt auch nicht die guten Werte in Puncto Spannungsstabilität. Hier muss der Anwender also entscheiden ob er mehr Wert auf Stabilität oder Geräusch Verhalten setzt.

Spannungsstabilität:

Alle Spannungswerte lagen bei allen Tests im grünem Bereich und es gab keinen einzigen Ausrutscher. Die Werte waren deutlich besser als bei allen sonst getesteten Netzteilen. Auch bei stärkster Wechselbelastung des AGP Slot`s im 3DMark Test gab es nicht die geringsten Schwankungen an unserer Netzteil Kontrolle zu sehen. Lediglich das Silentmaxx hat eine bessere Spannungsstabilität das ist aber auch ein passives Netzteil was um einiges teurer ist und hiermit eigentlich nicht direkt Vergleichbar ist.

 

 

 

 

 

 

Thermalrock

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